Wäsche :: Wirklich kleine Nähfibel für Amateure
Ich zähle mich selbst zu dieser Gruppe Nähunwilliger. Doch manchmal muss es einfach sein. Meine wesentlich geschicktere Mutter wohnt einfach zu weit weg. Heute einige kleine Tipps fürs notwendigste Frickeln an den Lieblingsklamotten.
Druckknöpfe: Es empfielt sich, erst die Hälfte mit der Druckspitze anzunähen. Damit dann das Gegenstück perfekt passt, wird die Spitze mit ein wenig Kreide eingerieben (ich nehme meine Rembrandt dafür) und auf den Stoff gepresst.Für weite Frauenhosen (Männer tragen Schlag glaube ich nur sehr, sehr selten *g*) habe ich mir angewöhnt, innen an den Hosenbeinen jeweils ein Paar Druckknöpfe einzunähen. Dann kommen die guten Beinkleider nicht in die Fahrradspeichen oder -kette. Ich fahre jeden Tag, da ist so etwas dann entsprechend wichtig.
Druckknöpfe, die nur noch gelegentlich schliessen, muss man mit einem Hammer einfach eins aufs Dach geben. Als auf die Spitze vorsichtig und kurz mit dem Hammer klöpfeln, wollte ich sagen. Dann klappt das wieder mit dem Druck auf der anderen Seite.
Da ich Nadeln eben nicht oft benutze, können sie bei mir sehr gut stumpf werden. Und nichts ist beim Nähen dann unangenehmer, als die Nadel durch den Stoff zu "schieben" - erst recht nicht, wenn es sich um recht festes oder dickes Material handelt. Mit diesen teils blutigen Nebeneffekten für die Fingerkuppen. Ein paar mal in Kernseife stechen und schon gleitet das Nähutensiel wieder wie von selbst durch den Stoff. Alternativ kann man stattdessen auch die zu nähenden Stellen von dicken Stoff mit trockner Seife einreiben. Das hat den gleichen Effekt.Die leidige Suche nach dem richtigen Knopf kann mit ein wenig Disziplin umgangen werden. Gleich nach dem Kauf das Ersatzteilchen heraustrennen, beschriften und ab ins Körbchen. Ersatzweise in ein Schraubglas, wie bei mir. Meine Mutter hat dafür einen ausrangierten Schraubenkasten ihrer besseren Hälfte zweckentfremdet.
Auf dass die Näherei nicht ausartet. Wer hat schon wirklich Zeit dafür. - Aber vielleicht geht sie mit diesen wenigen Tipps ein wenig besser von der Hand. Bis morgen, Beverly.








3 Kommentare:
tja, wenn der druckknopf im original nicht mal "druggknepfle" geheißen hat, wo es doch aus dem schwäbischen stammt... die fahrrad-anti-speichen-verhededer-idee ist prima!
p.s. gibts auch mal sushi rezepte für anfängerinnen?
Uhhhuuh - das wäre eine enorme Herausforderung. Bisher habe ich mich an das Beschreiben von Kochvorgängen noch nicht gewagt. Da ich so ziemlich aus dem Bauch koche und fast immer (!) improvisiere, möchte ich das lieber niemandem zumuten. Obwohl ich sagen muss: unter Freunden und Verwandten erfährt mein intuitives Herangehen an Zutanten und deren Kombination fast ausnahmslos lobende Worte. ;o)
An "Zutanten" jaja - so manch schnelles Abschicken bringt gar lustige Wörter hervor. ;))
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