Haushalt :: Gar nicht heimliche Heimlich-Manöver
Kürzlich - ich weiss nicht mehr in welchem Zusammenhang, aber es muss beim Essen gewesen sein - gab es unter Feunden eine Unterhaltung über Unfälle und Ableben während der Mahlzeiten. Und dass das womöglich für diejenigen, denen ein Bissen in einen anderen Zustand versetzt, weniger dramatisch sein mag als die Zurückbleibenden. Denen wird künftig jeder Husten, den ein verschlucktes Häppchen hervorruft, den Schrecken neu in die Glieder fahren lassen.
Wie dem auch sei - diesem Schock beim gemeinsamen Speisen kann man vorbeugen bzw. ihn vermeiden. Es gibt für diejenigen, die an einem Brocken Essen würgen eine wohl recht erfolgreiche Erste-Hilfe-Massnahme - das Heimlich-Manöver - nach seinem Erfinder, dem amerikanischen Arzt Henry J. Heimlich.
Der Betroffene wird von hinten umfasst und ruckartig von unten nach oben gestemmt, gedrückt bzw. irgendwie kurz hochwärts geschüttelt. Immer wieder und solange bis der Fremdkörper aus der Luftröhre befördert ist.Der massive Druck mit der Faust auf den Oberbauch soll das Zwerchfell nach oben drücken und damit einen Überdruck in der Lunge hervorrufen, der den Fremdkörper hinausschleudert. Dabei soll der Brustkorb selbst nicht zusammengedrückt werden. (Wikipedia)Das hört sich irgendwie nicht so gut an, ist aber tatsächlich nützlich zu wissen. Denn bei erfolgreicher Anwendung kommen alle mit dem Schrecken und der Helfer mit dem Heldenstatus davon. Immerhin sind es jährlich rund 50'000 Menschen, deren vorzeitiges Ableben auf diese Weise vereitelt wird. Einige der Retter in der Atemnot werden es sogar bis in die Biografien vereinzelter Stars schaffen. Denn auch unter Berühmtheiten kommen verschluckte Happen vor: Goldie Hawn, Ronald Reagan, Cher, Liz Taylor (die Grosse), Jack Lemmon und Walter Matthau (wahrscheinlich haben sie wieder zuviel auf einmal wollen - Lachen und Essen).
Einen ruhigen Abend wünsch noch Beverly.
(Bild von den Samaritern Richterwil).
technorati tags: Heimlich-Manöver Verschlucken Erste Hilfe








6 Kommentare:
Dieser Post wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Bei solchen Themen denke ich immer an den Film: La grande bouffe (Das grosse Fressen)
Stimmt. Ist mir während des Schreibens nicht aus dem Sinn gegangen. Die ganze Zeit nicht. ;)
hmm.. so so.. naja 50.000 schweizer jedes jahr weniger.. und die Schweiz ist in wenigen Jahren ausgestorben, und wird nur noch von mir alleine bewohnt *lach*
In meinem Erste-Hilfe-Kurs vor ca. zwei Jahren wurde ausdrücklich davon abgeraten, den Heimlich-Griff anzuwenden, da die Gefahr innerer Verletzungen zu groß sei.
@krazykat: habe ich auch gehört, von Deutschland. In anderen Ländern ist man der Meinunge, dass die Prellungen, die Rippenbrüche, ja sogar innere Verletzungen in Kauf zu nehmen sind, wenn dafür aber das Stück Gänseleber wieder aus der Lunge verschwindet. Von heile gebliebenen Organen hat man nach seinem plötzlichen Ableben auch nicht mehr wirklich viel. *gg*
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