Küche :: Usability für Milchschäumer
Man sollte ja meinen professionelle Produzenten von Utensilien, die wir täglich in der Küche brauchen, verstehen ihr Handwerk. Meistens tun sie das auch. Und trotzdem wird jede von uns wissen, was ich meine, dass man die Dinge durchaus optimieren kann. Erst recht, wenn sich Haushaltsgegenstände im täglichen Kampf um die reibungslose Zubereitung von Hauptmahlzeiten bewähren müssen. Milchaufschäumer für meinen täglichen Espresse gehören ganz unzweifelhaft in diese Kategorie.Nachdem auch ich vor Jahren auf die kurze Mode elektrischer Kleinstwerkzeuge zum Herstellen köstlichen Macciato-Schaumes hereingefallen bin, kehrte ich nach wenigen Wochen reumütig zu manuellen Schlagen meiner warmen Milch zurück. Zur Feier des Tages damals legte ich mir ein schönes Edelstahlteil von TCM zu. Nein, das wird hier keine Schleichwerbung, weil ich habe ja was zu meckern.
Im Zuge seiner verschärften Nutzung haben sich kleine Unebenheiten seitens der Konzeption herausgestellt. Zum ersten stelle ich fest, das Ding ist einwandfrei für die Nutzung am Gasherde entwickelt worden. Das weiss ich jetzt, das ich das Ding genau dort einsetze. Bis vor zwei Monaten bestand meine Kochstelle aus einem (sehr) planen Ceranfeld - feine Sache - aber im Topf brannte die Milch immer so blöd kreisrund an. Denn am Boden - das sieht man genau - ist dieser Milchschäumer irgendwie nicht komplett eben, sondern so ganz leicht nach innen gewölbt (der Grund hat sich mir noch nicht erschlossen.) Das gibt der heisser und heisser werdenden Milch Gelegenheit, kreisrund am Topfboden anzubacken. Nicht schön und immer so eine Herumschrubberei nach jedem Einsatz.
Aber eigentlich sollte ich mich freuen, denn seit ich mit Gas koche, kommt das nicht mehr vor. Trotzdem: da Gasherde zunehmend seltener werden, sollten die Konstrukteure sich den Milchschäumer nochmal zur Brust nehmen und am Boden schön eben machen.
Nummer zwei meiner Feststellung sagt mir, so richtig viel gekochte Milch hat es beim Designen dieses Stückes Kochkultur nicht gegeben. Denn dann wüssten die Herren (oder Frauen), dass solche unzugänglichen Schnittstellen die tapfere Hausfrau nicht erfreuen. Milch hat ja bekanntlich die unangenehme Eigenschaft, sich recht schnell im Topf selbständig zu machen. Ein Rauschen, ein Zischen und ein Stänkern ist die Folge und gründliche Reinigung von Kochgerät und Herd notwendig. Und wie meine TCM-Konstrukteure entfernen Sie bitte die in Ritzen gelaufene Milch?Schwierig ist das und gar nicht wirklich zu Ende probiert, dünkt es mich.
Ich bin vorsichtig am mich-umsehen, ob da Alternativen am Horizont auftauchen. ;)
Beverly - und einen schönen Abend noch.
technorati tags: Milchschäumer Kochen Capuccino








4 Kommentare:
Geschickte Hausfrauen benutzen einen Simmertopf, da brennt nichts an und kocht nichts über. ;o)
#krazykat - das hört sich gut an, aber ahnungslos wie ich manchmal auch bin: was bitte ist ein Simmertopf - muss ich vielleicht haben. ;))
Auch bekannt als "Baine Marie" (möglicherweise kommen da noch irgendwelche Akzente drauf, ich kann kein Französisch). Ein doppelwandiger Topf mit integriertem Wasserbad: Außen Topf, in der Mitte Wasser, innen Topf, im inneren Topf die Milch (oder was auch immer nicht anbrennen soll).
Es gibt Modelle aus einem Stück, in die man durch eine Art Ventil Wasser einfüllt. Es gibt auch welche, bei denen man zwei separate Töpfe ineinander steckt, das hat den Vorteil, daß man den inneren Topf einfach in die Spülmaschine stecken kann.
Na besten Dank. Das erhellt doch meinen Horizont schon deutlich. ;) - Ich komm' gleich mal rüber gucken.
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