Petition gegen die Robbenjagd in Kanada
Nachdem heute der von mir geschätzte Morrissey seinen Auftritt in Kanada abgesagt hatte - aus Protest - und eine Freundin mir die Weiterleitung einer Petition in den elektronischen Briefkasten schob, werde ich zu Tastatur und Maus greifen und mich anschliessen. Dem Protest.
Der von mir erwähnte Unterhaltungskünstler hat den Sinn einer solchen Haltung trefflich und schön kurz zusammengefasst.
"I fully realise that the absence of any Morrissey concerts in Canada is unlikely to bring the Canadian economy to its knees, but it is our small protest against this horrific slaughter - which is the largest slaughter of marine animal species found anywhere on the planet," the singer said. "The Canadian Prime Minister says the so-called 'cull' is economically and environmentally justified, but this is untrue."Das komplette Statement kann im NME nachgelesen werden.
Morrissey claims that the motivation behind the "barbaric and cruel" hunt is "making money", and in doing so will aid the fashion industry.
Das IFAW (International Fund for Animal Welfare) hat zum Protest aufgerufen.Ich werde mir nicht zu doof vorkommen, obwohl es diesen Reflex einen kurzen Moment gab (geb' ich zu), für das Weiterleben dieser possierlichen Tiere meine Stimme zu erheben. Denn eigentlich bin ich keine Unterschrifteneinsammlerin.
Ich gehe wählen, ja - aber Petitionen - Nein, danke!
Für gewöhnlich rufe ich nicht zu solchen oder ähnlichen Handlungen auf, schon gar nicht mit Fotos, auf denen grossäugige Robben um Mitleid, wenigstens um Nachsicht heischen. Aber wenn die Britneysse und Spearsse dieser Welt wieder völlig ungeniert Pelz tragen und die Lagerfelds noch nie einen Hehl daraus gemacht haben, dass jemandem nur aus catwalkigen Gründen das Fell über die Ohren ziehen, eine rundum coole Sache ist, dann mache ich mal was, was ich sonst nicht mache.
Ein Foto. Eine Petition. Eine Empfehlung.
Beverly.
(Vielen Dank für die Empfehlung, Gabi!)
ps. Man kann jetzt - wie bei allen und ähnlichen Angelegenheiten fragen, warum nun ein Morrissey aufsteht - und sich die Kanadier rauspickt zum Rumstänkern . Aber ein Konzert in Istanbul nicht absagt (aktuell in diversen Foren dieser Welt). Oder warum ich nicht jeden Tag eine Petition empfehle und Widerstandsaufrufe rausknalle. Klar kann man machen, kann man alles infrage stellen. Wahrscheinlich ist es nicht richtig, dass Grenzen von offensichtlicher und unverstellter Brutalität beim Verwerten von Pelzrobben erreicht sind. Aber andereseits. Ach, ich lass das lieber... das bringt mich jetzt in Teufels Küche.
Also: nen schönen Abend noch. Doch.
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