
Bei mir sind die warmen Monate immer auch die Zeit für erhöhtem Salatkonsum. Im Winter frische ich meinen täglichen Vitaminbedarf eher mit (Zitrus)früchten auf. Doch Frühling und Sommer gehören den Salaten und damit dem
Olivenöl. Es hat - in der richtigen Pressung - nicht nur einen unnachahmlichen und vorzüglichen Geschmack. Es besteht aus Fettsäuren und zwar in besonderem Masse aus einfachen, ungesättigten (freien) Fettsäuren. Sie helfen bei der Vorbeugung von Herz- und Blutgefäßerkrankungen. Olivenöl ist also auch extrem gesund.
Leider lebe ich in Breiten, in denen es mir nicht vergönnt ist, das Zeug selbst zu produzieren. Ich muss es einkaufen, weil auch mein Freundeskreis , selbst wenn er zeitweise im z. B. mediteraneren Tessin lebt, sich nicht mit seiner Herstellung aufhält. - Sei es drum. Heutzutage kann man es auch zu erschwinglichen Preisen in sehr guter Qualität kaufen. Bleibt als Schwachpunkt für den leckeren Verzehr von Olivenöl die Haltung respektive seine Lagerung. Eine falsche Aufbewahrung wirkt sich sowohl auf seine Wirkung als auch sofort und spürbarer auf seinen Geschmack aus Heute möchte ich mich in Vorbereitung auf den Sommer dieser Thematik annehmen.
Im Gegensatz zu landläufigen Meinungen ist Olivenöl nicht über Jahre haltbar. Ab Erntezeitpunkt ist Olivenöl - richtige Lagerung vorausgesetzt - nur noch 24 Monate haltbar. Meist bleibt das Öl noch ein paar Monate beim Produzenten und wird erst kurz vor Auslieferung abgefüllt. Nach Abfüllung ist dann das Nahrungsmittel noch für 18 Monate haltbar. Danach ist fertig. Den Geschmack verlieren die meisten Öle schon eher. 4 bis 5 Monate braucht ein sehr gutes Olivenöl um von schmackhaft und gehaltvoll in die Kategorie "neutral" zu rutschen. Was nichts anderes besagt, als das es nach eigentlich nix mehr schmeckt.
Das beste Öl ist das
native Olivenöl. Es wird direkt aus den Oliven herausgepresst, ohne dabei auf chemische Verfahren zurückzugreifen. Olivenöl mit dieser Kennzeichnung wird nur gewaschen und gefiltet, jedoch keiner anderen Behandlung ausgesetzt oder mit anderen Produkten vermischt. Der Internationale Olivenölrat (IOR) kennt genau vier Kategorien von nativem Olivenöl:
Natives Olivenöl Extra....... erstklassig im Geschmack und Aroma
Natives Olivenöl ................ ausgezeichnet im Geschmack und Aroma
Olivenöl ............................. gut in Geschmack und Aroma
Lampante ........................... nur zur Raffination verwendbar
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass Olivenöl Kälte wesentlich besser kompensiert als Hitze bzw. übermässige und andauernde Wärmezufuhr. Hier ein paar Tipps zur Lagerung:
1. Jegliche gröbere Temperaturschwankungen vermeiden.
2. Laut Kennern sollte die Temperatur im günstigsten Fall zwischen 15 und 18 Grad Celsius betragen.
3. Einer Temperatur über 25 Grad ausgesetzt zu werden, dankt das Öl mit rapidem Geschmackszerfall.
4. Ein fester Verschluss hält es davon ab, sauer zu werden.
5. Sonnenlicht lässt es sich in nur wenigen Tagen verabschieden. Es wird ranzig. Von daher ist es angeraten - auch wenn man dadurch auf den schönen Farbeffekt verzichten muss, das Öl in eingefärbten, dunklen Flaschen zu lagern.
6. Wenn es einmal zu kalt für das Öl wurde, braucht es nur für einen kurzen Zeitraum der Zimmertemperatur ausgesetzt zu werden. Die Flocken, die sich bei Unterkühlung leicht bilden, lösen sich dann ohne jeden Geschmacksverlust wieder auf.

Diese recht nette Ölkanne kann übrigens bei
hier erstanden werden.
Die meisten der Tipps heute habe ich auf einer sehr umfangreichen Seite zum Thema gefunden -
Olivarium.com. Da finden sich im übrigen auch andere Produkte aus Olivenöl - u. a. Seife und Kosmetika.
Das Bild oben ist von einer interessanten
Seite über italienisches Essen (englisch).
Einen schönen Sonntagabend noch - oder gelungenen Start in die Woche (je nachdem, wann das hier gelesen wird.)
Eure
Bevely.